1990: Kirkehistoriske Samlinger
Artikler

Otto den Store og missionen

Publiceret 15.12.1990

Citation/Eksport

Refskou, Niels. 1990. “Otto Den Store Og Missionen”. Kirkehistoriske Samlinger, december, 7-22. https://tidsskrift.dk/kirkehistoriskesamlinger/article/view/160505.

Resumé

Die Eroberungen Heinrichs 1 in der Nordmark und in Dänemark bildeten die Grundlage für die Bistumsgründungen Ottos des Grossen in Havelberg und Brandenburg, Schleswig, Ripen und Aarhus im Jahre 948. Havelberg und Brandenburg wurden unter Mainz gelegt, während Schleswig, Ripen und Aarhus innerhalb des Missionsgebiets von Hamburg-Bremen lagen. Damit folgte die kirchliche Einteilung der staatlichen, indem die Grenze zwischen den beiden Kirchenprovinzen identisch wurde mit der Grenze zwischen der Billunger Mark und der Nordmark unter Gero.
Die Ernennung der dänischen Bischöfe ist manchmal als ein Auswirkung der imperialistischen Politik Ottos charakterisiert worden; sie ist aber ebensosehr vom Wunsch des Erzbischofs Adaldag bestimmt, regelrechte Suffragane zu bekommen. Der Erzbischof von HamburgBremen hatte nämlich bisher unter einem kanonischen Prtovisorium gelebt, da er ohne Suffragane die ihm kirchenrechtlich obliegenden Verpflichtungen sonst nicht erfüllen konnte.
Da Dänemark erst nach der Taufe des Königs Harald Blauzahn um 962 als ein christlicher Staat galt, sind die dänischen Bischöfe Missionsbischöfe gewesen. Schleswig, Ripen und Aarhus sind also nicht regelrechte Bistümer gewesen, sondern eher Ausgangspünkte für die Missionstätigkeit der Bischöfe.
Nach der Schlacht auf dem Lechfeld 955 versuchte Otto der Grosse, das im Jahr 937 von ihm errichtete Mauritiuskloster zu Magdeburg in ein Erzbistum umzubilden; dieser Plan musste aber wegen Widerstandes auf Seiten Wilhelms von Mainz ausgegeben werden. Im Jahre 962 erhöhte Papst Johannes XII Magdeburg zum Erzbistum mit Merseburg als Suffragan; aber diesmal wurde der Plan aufgeschoben weil Bernhard von Halberstadt Protest einlegte. Erst 968 wurde magdeburg zum Erzbistum erhöht, mit Havelberg, Brandenburg, Merseburg, Zeitz und Meissen als Suffraganbistümern.
Otto der Grosse nahm die Initiative zur Errichtung von Bistümern in den slawischen Gebieten; er sicherte auch die wirtschaftliche Grundalge für ihre Missionstätigkeit; was aber die Errichtung der dänischen Bistümer anbelangt, war Adaldag vbermutlichb die treibende Kraft.
Durch die Zerstörung der heidnischen Heiligtümer schuf Otto der Grosse die Voraussetzungen für die Mission; die Missionsarbeit selbst wurde aber der Kirche überlassen, und nichts deutet auf eine Zwangsbekehrung der Slawen an.
Die Krönungsordines im Ottonischen Pontifikale zeigen, dass Otto der Grosse als »tutor ac defensor« über die Kirchen des Reiches Patronatsrechte ausübte, und kraft seiner »Christusebenbildlichkeit« nahm er einen Platz über den Bischöfen ein. Die beiden »Regimente« waren in der Person Ottos vereint: er war »rex et sacerdos«.